Hervorgehobener Beitrag

Wir über uns

Flüchtlingen ohne bürokratische Hürden helfen, den kulturellen Austausch und das gute Zusammenleben fördern – das ist das Ziel von Kulturbuntes Bodenheim. Ehrenamtliche organisieren Kleidung, Fahrräder und Deutschkurse, begleiten Asylsuchende zu Behörden und Ärzten und versuchen, Wohnungen und Arbeit zu vermitteln. Sie haben auch Interesse, unsere neuen Nachbarn zu unterstützen? Sie sind herzlich willkommen beim

  • Mittwochmittagstreff – jeden Mittwoch von 12 bis 15 Uhr

Wenn nicht anders angegeben, finden alle Veranstaltungen im Haus der Vereine, Laubenheimer Straße 18, statt. Sie können sich auch gerne mit Ihren Fragen, Vorschlägen und Angeboten per E-Mail an uns wenden.

#LeaveNoOneBehind

Die COVID-19 Pandemie trifft diejenigen unserer Gesellschaften am härtesten, die vollkommen schutzlos sind: Obdachlose, Arme, Kranke, Geflüchtete. Während Deutschland aus Solidarität erkrankte Menschen aus den Nachbarländern aufnimmt und versorgt, um die dortigen Gesundheitssysteme zu entlasten, spitzt sich die Lage in den heillos überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln tagtäglich zu: Die hygienischen Zustände sind prekär und medizinische Versorgung ist so gut wie nicht vorhanden. Wir stehen vor einer humanitären Katastrophe, wenn die Lager nicht umgehend entlastet und evakuiert werden.

Die SEEBRÜCKE ruft heute, den 05.04.2020 bundesweit zum Protest gegen Untätigkeit auf.

Hier unsere Beiträge zum deutschlandweiten Tag der Kampagne #LeaveNoOneBehind:

Stay at home ist schwer genug für alle Menschen, die ein Zuhause haben. Für Menschen, die auch ohne Corona schon unter unvorstellbaren Bedingungen leben, muss ein Zuhause gefunden werden, zu ihrer Sicherheit, im Sinne der Werte, die wir alle in Europa teilen, und aus Solidarität mit den Menschen auf Lesbos, für die diese Situation ebenfalls bedrohlich ist. Diese Krise überstehen wir nur gemeinsam!

Die Zeit läuft ab – ein Beitrag der ZEIT über Flüchtlingslager auf Lesbos in Zeiten der Corona-Pandemie

“Neben der behördlich verordneten Ratio, neben Reiseverboten und Ausgangssperren, neben Hygienestandards und Seuchenschutzrichtlinien gibt es die Verzweiflungstaten, mit denen die Menschen sich gegen das Virus stemmen. Die Menschen in Deutschland kaufen Klopapier. Die Menschen in Italien singen Lieder, abends auf dem Balkon. Die Menschen auf Lesbos nähen.”

Mehr unter: https://www.zeit.de/2020/13/coronavirus-lesbos-fluechtlingslager-moria-asylpolitik-griechenland.

Wildes Holz: “Höhen und Tiefen”

SAMSTAG, 14. MÄRZ 2020
IM HERMANN WEBER SAAL DES BÜRGERHAUS DOLLES BODENHEIM
BEGINN 20 UHR, EINLASS 19 UHR
TICKETS 22 € AK 24 €

Wildes Holz sind durch ein tiefes Tal gegangen, als Mitte 2018 ihr Gitarrist und Freund Anto Karaula ganz plötzlich verstarb. Der aus Algerien stammende Djamel Laroussi wird nun den Gitarrenpart von ihm übernehmen. Anto und Markus trafen ihn schon Mitte der 90er. Er machte sie völlig perplex, weil er als Linkshänder einfach eine umgedrehte Rechtshändergitarre spielte. Man konnte keinen Griff wiedererkennen, alles klang ein bisschen anders, und alles klang unglaublich geil! Über die Jahre wurde er ein guter Freund – und nebenbei ein weltweit bekannter Gitarrist. Für Wildes Holz ist er ein Glücksfall, weil er neben seiner ungewöhnlichen, aber exzellenten Technik auch eine gehörige Portion Spielfreude mitbringt, die Tobias und Markus zu neuen musikalischen Höhen inspiriert.

Neugierig geworden? Die Bodenheimer Kulturfrauen laden zum Konzert ein. Gerne nehmen Sie ab sofort  Ticketbestellungen per mail unter anne@ah-jaeger.de entgegen.  Sichern Sie sich Ihre Tickets, damit Sie auch auf jeden Fall dabei sind.

Mehr unter: http://www.kulturfrauen.de/programm/programm2020/WH/WildesHolz.php.

Bodenheim seit Ende 2019 ein “Sicherer Hafen”

Seit Ende Dezember 2019 ist die Verbandsgemeinde Bodenheim “Sicherer Hafen” im Sinne der Seebrücke.

Noch im September 2019 hatte das Kulturbunte Bodenheim nach einer ersten Vertagung des Themas im Verbandsgemeinderat und einer Befassung des einschlägigen Ausschusses dazu aufgerufen, diese Initiative zu unterstützen:

Dem Verbandsgemeinderat lagen damals ein Antrag von CDU, FDP und FWG sowie ein Antrag der Grünen vor. Die Grüne Fraktion zog ihren Antrag jedoch zurück, um breite Unterstützung für einen gemeinsamen Antrag möglich zu machen.

Am 19. Dezember wurde der Antrag dann im Verbandsgemeinderat endlich entschieden – im Sinne des Antrags. Dazu das Protokoll des VG-Rats (https://sessionnet.krz.de/bodenheim/bi/getfile.asp?id=55258&type=do):

Beschluss:
Die Verbandsgemeinde Bodenheim schließt sich der Initiative der Ober-bürgermeister*innen aus Bonn, Köln und Düsseldorf, der sich inzwischen viele weite-re Städte und Landkreise in Deutschland angeschlossen haben, an und erklärt sich mit den Zielen der SEEBRÜCKE solidarisch.
Die Verbandsgemeindeverwaltung Bodenheim ist bereit, aus Seenot Gerettete auf-zunehmen und wird damit zum „Sicheren Hafen“.
Die Verbandsgemeinde Bodenheim verurteilt die Kriminalisierung der Seenotrettung im Mittelmeer.
Der Bürgermeister wird gebeten, die notwendigen Schritte einzuleiten.
Abstimmungsergebnis:
Mehrheitlich angenommen
Ja-Stimme(n) 22 Nein-Stimme(n) 2 Enthaltung(en) 2

Niederschrift zur öffentlichen Sitzung des Verbandsgemeinderates der Verbandsgemeinde Bodenheim am Donnerstag, dem 19.12.2019 um 19:30 Uhr im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Bodenheim, Am Dollesplatz 1, 55294 Bodenheim.

Beschlossen wurde:

Die Verbandsgemeinde Bodenheim schließt sich der Initiative der Ober-bürgermeister*innen aus Bonn, Köln und Düsseldorf, der sich inzwischen viele weite-re Städte und Landkreise in Deutschland angeschlossen haben, an und erklärt sich mit den Zielen der SEEBRÜCKE solidarisch.
Die Verbandsgemeindeverwaltung Bodenheim ist bereit, aus Seenot Gerettete auf-zunehmen und wird damit zum „Sicheren Hafen“.
Die Verbandsgemeinde Bodenheim verurteilt die Kriminalisierung der Seenotrettung im Mittelmeer.
Der Bürgermeister wird gebeten, die notwendigen Schritte einzuleiten.

Ebenda.

Das Kulturbunte Bodenheim ist froh, dass sich am Ende eine so klare Mehrheit für die Antragsvorlage entschieden hat.

Termine 2020 – Vorläufige Planung

Mittwoch 19.02.2020, 15:00 Uhr
„Zauberei“ für Klein und Groß
Haus der Vereine

Samstag 04.04.2020, 20:00 Uhr
Puppenspiel für Erwachsene: „Gustav Goldknechts Höllenfahrt“
Bürgerhaus Dolles, Hermann-Weber-Saal

Sonntag 28.06.2020
Familientag der Ortsgemeinde
Kulturbuntes Büfett, Fotoausstellung

Sonntag, 16.08.2020
Sommerfest mit Open-Air- Musik (5 Jahre Kulturbuntes Bodenheim)
mit „Elwetritsche“
ev. Gemeindehaus Bodenheim angefragt

Mittwoch 30.09. 2020, 19:00 Uhr
Vortrag: „Fluchtursachen kompakt“ (Eritrea)
Kulturkeller angefragt

Mittwoch 28.10.2020, 19:00Uhr
Vortrag: „Fluchtursachen kompakt“ (Somalia)
Kulturkeller angefragt

Sonntag, 09/2020
Muffinstand
Dollespark

Samstag/Sonntag 28.11./ 29.11. 2020
Nikolausmarkt

Zahlen zur Flucht – Situation 2019

Aus der ANTWORT DER BUNDEREGIERUNG AUF EINE KLEINE ANFRAGE DER FRAKTION DIE LINKE geht hervor, dass die sog. „NETTO-FLUCHTMIGRATION” im Jahr 2019 mit 131.000 Personen (ca. 100.000 nach Abzug hier geborener Kinder von Schutzberechtigten) WEIT UNTER DEM IM KOALITIONSVERTRAG VON UNION UND SPD VEREINBARTEN „ZUWANDERUNGSKORRIDOR“ von 180.000 bis 220.000 Personen lag. Es gäbe also viel Platz für die humanitäre Aufnahme z.B. von unbegleiteten Kindern aus Griechenland oder von aus Seenot Geretteten. Und es gibt auch in RLP Städte und Gemeinden, die zur Aufnahme bereit sind. Zeit wäre es also für ein LANDESAUFNAHMEPROGRAMM für besonders verletzliche Flüchtlinge. Es würde Menschen in Not konkret helfen und wäre ein wichtiges politisches Zeichen.

Ebenfalls aus einer ANTWORT DER BUNDESREGIERUNG AUF EINE KLEINE ANFRAGE DER BUNDESTAGSFRAKTION DIE LINKE geht hervor, dass derzeit ganze 797 Beschäftigte (Rekord) beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit WIDERRUFSVERFAHREN beschäftigt sind. Zugleich räumt die Antwort mit der Mär der betrügenden und sich ihren Schutzstatus erschleichenden Flüchtlinge auf, die seit 2016 immer wieder lanciert und mit der Politik gemacht wurde: Vom 1. Januar bis zum 30. September 2019 hat das BAMF 114.087 seiner Asylentscheidungen erneut überprüft. Nur in 2.844 Fällen (=2,5 Prozent) wurde dabei der Schutzstatus wiederrufen, weil der Grund für die seinerzeitige Schutzgewährung inzwischen entfallen ist. UND NUR IN 638 FÄLLEN (= 0,6 PROZENT) WURDE EIN SCHUTZSTATUS ZURÜCKGENOMMEN, WEIL ER SEINERZEIT ZU UNRECHT ZUERKANNT WURDE. Randbemerkung: Das macht knapp EINE RÜCKNAHME PRO MITARBEITER*IN. Zugleich aber sprechen die Verwaltungsgerichte – Zahlen liegen für das 1. Halbjahr 2019 vor – (bereinigt) ca. EINEM VIERTEL ALLER VOM BAMF ABGELEHNTEN ASYLSUCHENDEN AUF DEM KLAGEWEG EINEN SCHUTZSTATUS ZU. Ob es vor diesem Hintergrund nicht sinnvoller wäre, die beim BAMF durch Widerrufsverfahren gebundenen Ressourcen in sorgfältigere Asylverfahren inkl. ernsthafter Ermittlung und Würdigung der Fluchtgründe zu stecken?

Nach einem Bericht des MIGAZIN gab es in 2019 nur RUND 26.000 FAMILIENNACHZÜGLER*INNEN AUS DEN SIEBEN HAUPTHERKUNFTSLÄNDERN VON FLÜCHTLINGEN (inkl. Nachzug zu subsidiär geschützten Personen). ERINNERUNG: Bis zu 7,36 Mio. Nachziehende hat die Bild-Zeitung im Jahr 2015 an die Wand gemalt! Mit diesem absurden Unsinn wurde seitdem auf dem Rücken von Flüchtlingen Politik gemacht und wegen diesem absurden Unsinn müssen sich Flüchtlinge weiterhin um ihre Lieben in den Krisenregionen sorgen, statt gemeinsam mit ihnen hier eine Zukunft aufbauen zu können.