Gut integriert zurück nach Somalia?

“Wie Hessen Omar F. in einen Krisenstaat abschiebt” – unter dieser Überschrift berichtet Pro Asyl auf https://www.proasyl.de/news/gut-integriert-zurueck-nach-somalia-wie-hessen-omar-f-in-einen-krisenstaat-abschiebt/ über eine in Hessen geplante Abschiebung. “Fast acht Jahre seines Lebens verbringt Omar F. in Deutschland. Er ist gut integriert, arbeitet seit drei Jahren in Vollzeit, wird geschätzt von Vorgesetzten & Kolleg*innen. Dann wird er in sein Herkunftsland Somalia abgeschoben – ein Staat, der seit Jahrzehnten von Bürgerkrieg, Terror und Hunger gekennzeichnet ist. Und das mitten in der Pandemie” – so Pro Asyl.

Nun hat auch der Initiativausschuss für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz (https://ini-migration.org/) gegen diese Abschiebepraxis protestiert. Auch in Rheinland-Pfalz leben derzeit etwa 750 lediglich geduldete Somalier*innen leben. Die Abschiebung in Hessen wird dazu beitragen, die gesamte somalische Community zu verunsichern. Der Forderung des Bündnisses nach einem bundesweiten Abschiebestopp nach Somalia schließt sich der Initiativausschuss daher an. Von der neuen Landesregierung in RLP erwartet der Initiativausschuss, dass sie keine Abschiebungen nach Somalia zulässt und sich bei der nächsten Innenminister*innen-Konferenz im Juni dafür einsetzt, dass ein bundesweiter Abschiebestopp beschlossen wird.

Warten auf Post: Puppenspiel für Bodenheimer Kinder

Aktivitäten in Corona-Zeiten: Bei einem online-Treffen der Kulturbunten wurden Überlegungen angestellt, wie man die Kinder unserer neuen Mitbürger/innen erreichen könnte. Susanna Stöckle hatte die schöne Idee, den Kindern Märchen zu erzählen. Am Samstag, den 30. Januar um 16.00 Uhr ging es los. Seither erzählt sie jeden zweiten Samstag ein Märchen.

So entstand die Idee, einen freien Samstag zu nutzen und ein kleines Puppenspiel zu präsentieren. Die Kinder werden begrüßt, dann läuft das Puppenspiel auf Video, und im Anschluss gibt es wieder eine live-Schaltung. Hierbei kann man auf das Gesehene eingehen, Fragen beantworten oder kleine Aufgaben verteilen.

“Warten auf Post” hieß das erste Stück. Eine einsame alte Frau wartet jeden Tag vergeblich auf Post. Eines Tages bekommt sie einen Brief, der sie jedoch sehr erschreckt. Doch es löst sich alles zum Guten. Zum Schluss bittet der Kasper die Kinder auch mal einen Brief zu schreiben oder ein Bild zu malen:

Das nächste Puppenspiel “Hupsi, der Hase” gibt es Ostersamstag um 16.00 Uhr.

Kulturbunter Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer

Wir sagen Dankeschön! Möge das Neue Jahr euch sehr viel Gutes und Wunderschönes schenken, Freude und Heiterkeit euch begleiten, Glück, Gesundheit und Zufriedenheit eure Weggefährten bleiben. Bewahrt dankbar in euren Herzen die Erinnerung an die guten Dinge im Leben.

Hier geht es zu unserem offenen Danke-Brief:

Offener Brief des FC Ente Bagdad: Lesbos darf nicht in Vergessenheit geraten

Der FC Ente Bagdad (https://www.ente-bagdad.de/) richtet in einem offenen Brief (https://www.ente-bagdad.de/nachrichtenleser/offener-brief-lesbos-darf-nicht-in-vergessenheit-geraten.html?file=tl_files/Ente_Bagdad_2012/Bilder/Nachrichten/2020/2020-07-24%20-%20Offener%20Brief/Offener%20Brief.pdf) einen Aufruf zur Soforthilfe für die auf Lesbos im Lager Moria gestrandeten Geflüchteten an die Verantwortlichen der deutschen und europäischen Politik. Die Situation dort sieht wie folgt aus:

Moria wurde für knapp 3 000 Menschen gebaut. Mittlerweile leben dort über 20 000 Flüchtlinge. In großen Teilen des Camps haben Tausende keine Toiletten, Duschen oder elektrischen Strom. Es gibt Hochrechnungen, wonach auf eine Toilette fast 200 Menschen kommen – und das ist nur die Hygienesituation. Es mangelt den Menschen dort an allem: an Unterkünften, an Nahrungsmitteln, an medizinischer Basisversorgung. Nach einer lebensgefährlichen Flucht erreichen diese Menschen Europa und finden dort die Hölle auf Erden. Die Camps sind überfüllt. Die Menschen haben Angst um ihr Leben und um ihre Familien. Ärzte ohne Grenzen berichten, die Situation sei schlimmer als in libyschen Lagern.
Wir hoffen auf schnelle Hilfe der Politik. Die angekündigte Übernahme von 1 500 Flüchtlingen hat nämlich bisher nur zu einem sehr geringen Bruchteil stattgefunden.
Insbesondere hoffen wir auf unsere Partner, Freunde und Verbündete, die wir davon ebenfalls in Kenntnis gesetzt haben, sowie auf die Leser dieser Nachricht. Bitte teilt den Brief auf allen Euch zur Verfügung stehenden Kanälen. Ein Kommentar unter diesem Artikel wäre auch schön. Vielen Dank im Voraus.
You’ll never watschel alone!
FC Ente Bagdad

#LeaveNoOneBehind

Die COVID-19 Pandemie trifft diejenigen unserer Gesellschaften am härtesten, die vollkommen schutzlos sind: Obdachlose, Arme, Kranke, Geflüchtete. Während Deutschland aus Solidarität erkrankte Menschen aus den Nachbarländern aufnimmt und versorgt, um die dortigen Gesundheitssysteme zu entlasten, spitzt sich die Lage in den heillos überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln tagtäglich zu: Die hygienischen Zustände sind prekär und medizinische Versorgung ist so gut wie nicht vorhanden. Wir stehen vor einer humanitären Katastrophe, wenn die Lager nicht umgehend entlastet und evakuiert werden.

Die SEEBRÜCKE ruft heute, den 05.04.2020 bundesweit zum Protest gegen Untätigkeit auf.

Hier unsere Beiträge zum deutschlandweiten Tag der Kampagne #LeaveNoOneBehind:

Stay at home ist schwer genug für alle Menschen, die ein Zuhause haben. Für Menschen, die auch ohne Corona schon unter unvorstellbaren Bedingungen leben, muss ein Zuhause gefunden werden, zu ihrer Sicherheit, im Sinne der Werte, die wir alle in Europa teilen, und aus Solidarität mit den Menschen auf Lesbos, für die diese Situation ebenfalls bedrohlich ist. Diese Krise überstehen wir nur gemeinsam!